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Referenzen

 

Individuelle Trauerbegleitung

„Frau Petra Strößner begleitet mich seit nunmehr ca. 7 Monaten bei der Bewältigung des Verlustes meiner geliebten Frau – Iris. Sie ist im letzten Jahr mit erst 48 Jahren an Krebs gestorben ... Das war das absolut Schlimmste in meinem Leben.

 

Grundsätzlich ist es sicherlich für einen Mann schon schwieriger sich in eine solche Betreuung zu begeben, aber Frau Strößner schafft es mit ihrer einfühlsamen und ausgeglichenen Art und sicherlich auch mit ihrer langjährigen Erfahrung ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis entstehen zu lassen.

 

Diese Form der Trauerbegleitung mit Hausbesuchen und Gesprächen über die verschiedensten Erkenntnisse und Aufarbeitung des Erlittenen waren mir bisher so nicht bekannt.

Unsere gemeinsamen Unterhaltungen und auch die ein oder andere Niederschrift, welche ich zur besseren Bewältigung meiner Trauer erstelle, helfen mir, meine neue einsamere Situation leichter zu ertragen. Frau Strößner gelingt es auch immer wieder, mich auf andere Gedanken zu bringen und weiterführende Perspektiven aufzuzeichnen. Ebenfalls hat sie Ideen für soziale Aktivitäten nach aussen angeregt, z.B. Engagement beim technischen Hilfswerk. Sie vermittelt mir auch, dass ich wieder Kontakte nach aussen zulassen sollte, mich nicht „einzuigeln“ und sie hat auch immer wieder den ein oder anderen Ratschlag, um das alltägliche Leben weiter zu bestehen.

 

Ihre Vorgehensweise bei der Begleitung ist meines Erachtens konzeptionell durchdacht und hat in sich einen von ihr festgelegten „roten Faden“, welcher nach ihrer Formulierung darin seinen Abschluss findet, dass sie zu mir sagen wird: „Wenn Sie soweit sind, teile ich es Ihnen mit und lasse Sie dann los...“. Ihre thematische Vorgehensweise und auch die Gesprächsvarianten in die unterschiedlichsten Richtungen tragen zu einem „entspannten Arbeitsverhältnis“ bei und lassen öfter meine traurige Grundstimmung in den Hintergrund rücken.

 

Ich glaube schon, dass diese Art der Trauerbegleitung so manchen aufkommenden „falschen Gedanken“ verdrängt, wieder Hoffnung und Perspektiven darstellen kann, erneut einen weiteren Sinn des Lebens aufzeichnet und vor allem Mut und das Vertrauen für einen unbekannten, neuen Lebensabschnitt geben kann“.

Dortmund im Januar 2009

von Jürgen Brakemeier (51 Jahre)

 

Biographiearbeit

„Im Sommer 2007 wurde im Wohnstift Augustinum in Dortmund-Kirchhörde angeboten, dass Frau Strößner mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, die daran interessiert sind, Biographiearbeit macht. Ich konnte mich schnell dazu eintschliessen und mit Frau Strößner vereinbaren, dass sie immer wieder in mein Appartement kommt und mit mir über das spricht, was mir an den Erfahrungen und Erlebnissen aus meinem Leben wichtig ist. In einem der ersten Gespräche fragte ich sie: „Was wollen Sie für den älteren Menschen erreichen, mit dem Sie Biographiearbeit machen?“ Sie antwortete: „Als Sterbebegleiterin habe ich die Erfahrung gemacht, dass manche Menschen, die im Sterben liegen, einiges noch besprechen und klären und vielleicht in Ordnung bringen möchten. Bei manchen versagt dann die Stimme; bei anderen ist die Zeit zu kurz, um darüber in Ruhe sprechen zu können. Daher biete ich Biographiearbeit an, wenn die älteren Menschen noch körperlich und geistig fit sind, um über das zu sprechen, was ihnen wichtig ist."

 

Dieses Argument hat mich überzeugt. Daher haben wir immer wieder Gesprächstermine vereinbart. Frau Strößner stellt Fragen zu dem, was für das Leben eines Menschen wichtig ist, z.B. Elternhaus, Kindheit, Nachbarschaft, Freunde, Berufliches, Beziehungen, der schönste Tag im Leben u.a.

 

Sie zeigt viel Einfühlung und Interesse für das, was ich sage und geht darauf ein. An den folgenden Tagen formuliert sie, was sie aufgeschrieben hat und was sie in Erinnerung hat und gibt mir ihre Aufzeichnungen. Einiges ist zwar falsch verstanden oder ungenau formuliert, aber es ist reizvoll zu lesen, wie sie das spiegelt, was ich ihr über mein Leben erzählt habe. Am nächsten oder übernächsten Gesprächstermin gebe ich ihr meine Veränderungsvorschläge, nach denen sie dann ihre Formulierungen verändert und im wesentlichen so ausdrückt, wie ich es verstanden haben will. Die Gesprächsatmosphäre ist gut und konstruktiv, weil sie einfühlsam, aufmerksam und interessiert ist und mich motiviert, vieles zu erzählen. Ich kann Frau Strößner empfehlen als eine Frau, die mit Kompetenz und Engagement die Biographiearbeit mit mir als einem älteren Menschen gestaltet.

Dortmund, 01.03.2008

von Reinhard Hausen (77 J.), ehemaliger Internatslehrer

 

 

Biograhiearbeit

„Mit vielen guten Wünschen für ihre weitere berufliche Laufbahn – und mit Dank für Ihre Geduld und Ihr Einfühlungsvermögen!“ Ihre Biographie-Klientin

(Ihr Erzählungen wurden in einem Buch veröffentlicht, 20 x gedruckt und „überall an Enkel und Urenkel auf der ganzen Welt“ von meiner Klienten verteilt)

Dortmund im Februar 2008

von Frau Linde-Maria von Hagen (83 J.) – wohnhaft im Wohnstift Augustinum

 

 

Sterbebegleitung (auch das kann vorkommen – „vom Sterben zum Leben“)

Ausgangsbasis: Frau Utta (89 J.) lag im Krankenhaus aufgrund einer Lungenembolie. Vorher war sie 3 Wochen in Kurzzeitpflege im Altenheim und baute dort psychisch und infolge gesundheitlich sehr ab. Eine anfängliche altersbedingte Parkinson-Erkrankung bleibt festzustellen. Frau Strößner sollte die Sterbebegleitung in unserem Auftrag (Adoptivtochter Hermine Hamzic und Eheleute Brücher) zu Hause übernehmen – dort wollte Frau Utta sterben!

Unerwarteter Weise konnte Frau Utta im o.g. Zeitraum von Frau Strößner stabilisiert und mobilisiert werden. Sie konnte Frau Utta die Angst nehmen, in einem Altenheim leben zu müssen.

Vorgehensweise:

Rund-um-die-Uhr Anwesenheit; strukturierter Tagesablauf; 9.30 Uhr aufstehen, frühstücken; alle 2 Tage baden mit anschliessender basaler Stimulation; häufig in den Arm nehmen, weinen lassen und trösten; Zeitung lesen; etliche Fotoalben durchschauen und zu den Bildern erzählen lassen; mit Rollato regelmässig laufen; auf Terrasse in Sonne sitzen; hauswirtschaftliche Dienste (ausser Reinigungsarbeiten) erledigen und Frau Utta bestimmen lassen; 12.30 Uhr aufwendiges Mittagessen gekocht; 13.00 – 15.00 Uhr Mittagsschlaf; Nachmittagsbesuche gefördert zur Festigung sozialer Kontakte; Kaffeetrinken mit Quarkprodukten; Fernsehserien mit anschliessender Diskussion; Gespräche; 18 Uhr Abendessen – Obst mit Sahne auf Wunsch; ca. 21 Uhr Schlafenszeit mit Abschluss des Tages in Form von gemeinsamen Gebeten; regelmässige pünktliche Tablettenausgabe.

 

Folgen:

keine Schlaftabletten mehr, keine Angst mehr, Vermittlung von Lebensqualität und Sinnhaftigkeit. Obwohl Frau Utta von der Charakterstruktur als schwer umgänglich zu definieren ist, war das Zusammenleben unter diesen Umständen als harmonisch zu bezeichnen. Dazu waren klare Ansagen erforderlich und ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen. Die Angehörigen kamen in regelmässigen Abständen zu Besuch und eine gemeinsame Vorgehensweise wurde jeweils situationsbedingt besprochen. Gerne bestätigen wir Frau Strößner, dass sie – entgegen unserer Erwartungen – mit ihrem persönlichen Einsatz einen erheblichen Beitrag dazu geleistet hat, Bei Frau Marianne Utta wieder den Lebenswillen zu fördern und entsprechend ihres Alters angemessen im Alter zu Hause leben zu können.

Dortmund im September 2007

von Auftraggeberin Frau Birgit Brücher